Wertanalyse – Von Beginn an Kosten vermeiden

Mit Wertanalyse und Value Engineering (die Begriffe überschneiden sich, sind aber nicht identisch) lassen sich Produkte optimieren und Kosten reduzieren. Erhebliche Verbesserungen können erzielt werden, wenn die Methode der Wertanalyse integriert wird in Modularisierungsprojekten.

​Wertanalyse kombiniert mit Modularisierung - Senken Sie systematisch Ihre Produktkosten und felxibilisieren Sie zugleich Ihre Auftragsabwicklungsprozesse

60 bis 80 % der späteren Produktkosten werden sehr früh festgelegt. Oft im guten Glauben, ein wettbewerbsfähiges, kostenoptimiertes und innovatives Produkt zu entwickeln, wird nach der Produktentwicklung festgestellt, dass die Zielkosten deutlich überschritten wurden.

Die Senkung der Herstellkosten durch Anwendung von Design-to-Cost-Methoden nach SOP in der Serienfertigung führt oftmals zu kostspieligen und ärgerlichen Änderungsprozessen bis hin zur kompletten Neuentwicklung. ​Ziel sollte daher sein, auf jeden Fall die Herstellkosten von Beginn an in der Produktentwicklung durch die Methode der Wertanalyse im Fokus zu haben. 

Mit Wertanalyse, Variantenmanagement und Standardisierung die Produktkosten fest im Griff

Wertanalyseprojekte werden grundsätzlich interdisziplinär besetzt mit F&E, Produktion, Einkauf, Vertrieb und oftmals auch Kunden und wichtigen Schlüssellieferanten. Eine grundlegende Kostenanalyse, ein gezieltes Wertstromdesign, die Analyse von Funktionen zu Produktkosten und Produktwerten als auch die Bewertung der Lieferanten kann zielführend kombiniert werden.

Wir begleiten Sie gerne bei der Entwicklung kostenoptimierter Produkte und bei der systematischen Einführung der Wertanalyse - Methoden. Referenzprojekte finden Sie bei uns angefangen vom Spektrum "Weiße Ware" bis zur komplexen Kraftwerkstechnik.


3/4  Optimierung des Produktwertes und gleichzeitig Senkung der Produktkosten

Value Engineering und Wertanalyse waren nie so wichtig wie heute. Denn der sich intensivierende globale Wettbewerb sowie ein zunehmend hoher Preisdruck bei steigenden Ansprüchen an Maschinen und Anlagen erhöhen den Kostendruck enorm. Die Entwicklung modularer Produkte und Baukästen oder die Einführung einer globalen Produktplattform ist heute ohne eine integrierte Wertanalyse nicht mehr denkbar.

Durch Value-Engineering den Produktwert optimieren und Kosten von Beginn an vermeiden

Die mit Wertanalyse fokussierten direkten Produktkosten stellen in etwa mit 60 bis 80 % der Gesamtkosten den mit Abstand größten Kostenblock im Maschinen- und Anlagenbau dar. Value Engineering muss daher in erster Linie auf diese direkten Kosten bzw. Einzelkosten fokussiert sein.

Dabei wird den Produktkosten zu Beginn einer Entwicklung viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Doch gerade zu diesem Zeitpunk können durch Value Engineering und Wertanalyse 20 bis 40 % der Kostensenkungspotenziale gehoben werden. Ist das Produkt einmal im Markt, lassen sich durch Design-to-Cost-Maßnahmen ggf. noch gut 10 bis 15 % rückwirkungsfrei (ohne stärkere konstruktive Eingriffe) erzielen.

​Wichtig in der Kostensenkung und in der Produktwertoptimierung ist die Beachtung der Stückzahlen. So greifen im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus Methoden der Wertanalyse aus der Serienfertigung mit großen Stückzahlen nur bedingt und umgekehrt. Wir betrachten in Value Engineering-Projekten nicht nur die Kostensenkung, sondern alle 4 Hebel möglicher Ertragsoptimierung (siehe Bild).

Wertanalyse

Bild: Wertanalyse, 4 Hebel zur Produktkostensenkung, variable Kosten senken, Menge steigern, Erlöse optimieren, Fixkostensenken (siehe Konzept Wertanalyse)

Ablaufplan: Die richtige Herangehensweise zur praktikablen Produktkostenoptimierung ist entscheidend

Die richtige Herangehensweise in der Wertanalyse bzw. im Value Engineering besteht in der Nutzung bewährter Methoden kombiniert mit einem  profunden Erfahrungswissen.

Der Arbeitsplan für eine erfolgversprechende Wertanalyse sollte in jedem Einzelfall nach einer ersten Kostenanalyse und einer ersten Potenzialbewertung individuell auf die jeweilige Aufgabe zugeschnitten sein. Ein stures Abarbeiten der Wertanalyse-Methoden nach "Schema F" wie z.B. nach VDI 2800 oder nach DIN 69910 ist oftmals wenig zielführend. Ob Wertstromdesign, Wertanalyse im Einkauf samt Lieferantenbewertung, eine grundlegende Kostenanalyse im Produkt und im Prozess, jedes Projekt fordert seine spezielle Herangehensweise. Die Symbiose aus Erfahrung routinierter Experten und der richtigen Methodik eingebettet in einer praxiserprobten Systematik zur Produktkostensenkung ist auf jeden Fall ein sicherer Garant für den Erfolg.

Zudem kombinieren wir Value Engineering mit Benchmarks auf der Grundlage solider Referenzprojekte. Unsere erfahrenen Kostensenkungsexperten (Minimum 10 Jahre Industrieerfahrung) gehen sehr routiniert und mit wenig Gimmicks vor. Sie beziehen Markt, Technik, Produktion, Einkauf und wichtige Schlüssellieferanten systematisch in die Wertanalyse ein und gehen dezidiert nach einem Best-Practice-Ansatz vor. Diese Herangehensweise hat sich bereits in mehr als 100 Projekten in unterschiedlichen Industrien bewährt hat. Die durchschnittlich erzielten Potenziale lagen bei Neuentwicklungen zwischen 20 und 40 %. 

Konzepte und Lösungen zum Value Engineering

Target Costing und Zielpreiskalkulation

Wertanalyse Methode und Ablauf

Value Engineering | Produktkostensenkung

EBK Entwicklungsbegleitende Kalkulation

Open Innovation und Wertanalyse im Einkauf

Modular Sourcing | Bündelung | LCC Sourcing




Unser Angebot: Systematische Produktkostensenkung und Value Engineering

Damit Aufwand und Nutzen in einem "Kostensenkungsprojekt Wertanalyse" im richtigen Verhältnis stehen, werden zu Beginn in einem kurzen Audit ("Potenzial-Scan") die Ist-Situation aufgenommen und die Potenziale abgeschätzt. Mit der geschaffenen Transparenz erarbeiten wir gemeinsam mit dem Kunden den Projektrahmen und stellen ein interdisziplinäres Team aus Produktmanagement, Entwicklung, Produktion, Einkauf und wichtigen Schlüssellieferanten zusammen. 

Je nach Datenlage im Unternehmen und der Ausgangssituation bzgl. des Produktes (Kostenanteile, Kostenverteilung, Kostenarten, Stückzahlen, Produktionsverfahren und Sourcingstrategie) wird ein individuelles Vorgehen in der Wertanalyse bzw. im Value Engineering festgelegt​. Dabei wird in der Vorgehensweise zwingend zwischen einer Neuentwicklung und einem Cost-Down-Projekt einer bestehenden Maschine im laufenden Lebenszyklus unterschieden. Denn die Vielzahl an Vorschlägen muss nach Hebel und Aufwand priorisiert werden. Hierbei gilt es zu unterscheiden, was vor dem Hintergrund der erforderlichen Änderungskonstruktionen in einer laufenden Produktgeneration einfließt und was anschließend erst in einer kompletten Neuentwicklung sinnvoll ist. 

Entlang der Produkt- und Funktionsstruktur systematisch alle Kostenarten prüfen

Entlang der Produkt- und Funktionsstruktur, der Kostenarten und der Kategorien Einkauf und Zulieferer sowie Produktion werden die Potenziale bewertet und systematisiert nach Härtegraden aufbereitet. Die Maßnahmenpakete werden von funktionsübergreifenden Projektteams aus Produktmanagement, Entwicklung, Einkauf, Produktion, Qualität und wichtigen Lieferanten von uns geführt, bearbeitet und moderiert und in der Zielerreichung der Wertanalyse nach Härtegraden überwacht. 

Zudem werden übergeordnete Kostensenkungspotenziale systematisiert (z.B. Bündelung von DIN- und Normteilen, Standardisierung von Elektro- oder Antriebskomponenten) und es wird geklärt, inwieweit hier eine stärkere übergreifende Standardisierung sinnvoll ist. Auch können sinnvolle Hinweise auf Low Cost Country Sourcing gegeben werden oder Open Innovation Workshops mit Schlüssellieferanten hilfreich sein. Wichtige Produktumfänge können in einzelnen Teilprojekten gemeinsam mit Lieferanten als Wertanalyse Einkauf gestartet werden. Oftmals ist auch eine Prozessaufnahme oder eine Wertstromanalyse hilfreich, um verborgenes Kostensenkungspotenziale zu heben.

Im Ergebnis lassen sich durch Wertanalyse- oder Value-Engineering-Projekte im Maschinen- und Anlagenbau oder in der Zulieferindustrie signifikante Einsparungen in der Größenordnung von 20 (Gesamtanlagen) bis 40 % (Einzelmaschinen und Module) erzielen. Profitieren Sie von unseren Erfahrungen aus einer Vielzahl entsprechender Projekte von der Serien- bis zur Einzelfertigung namhafter Unternehmen. 

Lernen Sie unsere praxisnahe Herangehensweise kennen und nehmen Sie Kontakt auf unter dem Stichwort "Produktkostenoptimierung".

Beispiele und Referenzen in der Produktkostenoptimierung 

  • referenzen
  • Beispiel 1: ENERGIETECHNIK
  • Beispiel 2: Zulieferer
  • Beispiel 3: KRAFTWERKSmodule

Referenzbeispiele Wertanalyse, Thema Zielkosten und Value Engineering:

Als Ingenieure und Fertigungsspezialisten zerlegen wir Ihre Produkte, Bauteile sowie Prozesse für kaufmännische und technische Bewertungen. Zunächst einmal geht es um Transparenz: Was kostet eine Funktion, ein Produkt, ein Modul in der Fertigung oder in der Beschaffung wirklich, und welche Ansatzpunkte bieten sich für Kostensenkungen und Einsparungen in Funktionen aus wertanalytischen Ansätzen?

Die Berater schaffen die nötige Transparenz und decken Potenziale und Verschwendung auf. Dies dient der Erreichung der Zielkosten eines rentablen und wettbewerbsfähigen Produktes. Die detaillierte Kostentransparenz unterstützt Sie dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen und sich nicht auf Annahmen zu verlassen.

Intensiv-Seminar:
Wertanalyse und Design to Cost

Umfassendes Seminar Wertanalyse / Value Engineering in Produkten und Prozessen

  • Termin 1: 12. Mai 2017, Exzenterhaus Bochum | Universitätsstraße 60 | 44789 Bochum
  • Termin 1: 20. Oktober 2017, Exzenterhaus Bochum | Universitätsstraße 60 | 44789 Bochum
  • Alternativ bieten wir dieses Seminar auch als Inhouse-Veranstaltung zugeschnitten auf Ihre Produkte, Branche und Ausgangssituation an. Gerne unterbereiten wir Ihnen hierzu ein Angebot.

Weitere Veranstaltungen und Seminare. 


Wertanalyse-Beispiele mit Modularisierung und Variantenmanagement gekoppelt: