Kompetenzfeld 02

CPQ & Produktkonfiguration

Richtig konfigurieren. Profitabel bepreisen. Sicher anbieten.

Wir verbinden Kundenbedarf, Produktlogik, Pricing, Freigaben, Dokumente und Ergebnisobjekte zu einem durchgängigen Prozess – vom Guided Selling bis zu Auftrag und Stückliste.

02

Wirkung

Geschwindigkeit
Preisqualität
Durchgängigkeit

Schneller von der Anfrage zur gültigen, bepreisten und ausführbaren Lösung.

End-to-End statt Einzellösung

CPQ ist mehr als ein Konfigurator.

Ein belastbarer CPQ-Prozess führt drei Disziplinen gleichwertig zusammen. Configure übersetzt Kundenbedarf in eine technisch gültige Lösung. Price entwickelt daraus einen nachvollziehbaren und wirtschaftlich tragfähigen Preis. Quote verbindet Lösung, Preis, Visualisierung und Dokumente zu einem reproduzierbaren Angebot.

Bei variantenreichen Industrieprodukten müssen alle drei Disziplinen auf derselben freigegebenen Produktlogik aufsetzen. Andernfalls bleiben lange Angebotslaufzeiten, frühe Engineering-Beteiligung, inkonsistente Preisstände und fehlende Ergebnisobjekte lediglich digitalisiert.

C

Configure

Bedarf in eine gültige, berechnete und für den jeweiligen Nutzer verständliche Lösung übersetzen.

P

Price

Produktlogik, Kosten, Markt, Kundennutzen, Konditionen, Marge und Freigaben zusammenführen.

Q

Quote

Lösung, Preis, Positionen, Dokumente und Freigabestand zu einem belastbaren Angebot verbinden.

01KundenbedarfAnwendung, Leistung und Randbedingungen
02Guided SellingBedarf in Marktsprache strukturieren
03Configuregültige Lösung und Ergebnisobjekte
04PricePreis, Marge und Freigabelogik
05QuotePositionen, Alternativen und Dokumente
06Freigabetechnisch und kaufmännisch belastbar
07Auftragreproduzierbarer Konfigurationsstand
08AusführungDokumente und 100%-Stückliste

Entscheidend: Die Kette wird erst durchgängig, wenn fachliche Objekte, Systemrollen und Verantwortung an jeder Übergabe geklärt sind.

Configure

Vom Kundenbedarf zur gültigen, reproduzierbaren Lösung.

Produktkonfiguration beginnt nicht mit einer Oberfläche. Sie beginnt mit der Frage, wie Kundenanforderungen in einen beherrschten Lösungsraum übersetzt werden. Geführte Auswahl, Expertenkonfiguration und technische Detailbearbeitung dürfen unterschiedliche Sichten bieten – müssen aber dieselbe freigegebene Produkt- und Regelbasis verwenden.

Bedarf und Nutzersicht

Guided Selling erfasst Anwendung, Leistungsbedarf, Einsatzbedingungen und Präferenzen in verständlicher Marktsprache. Empfehlungen, Defaults und unterschiedliche Konfigurationstiefen unterstützen Kunde, Vertrieb, Expert Sales und Engineering.

Produkt- und Regelmodell

Merkmale, Werte, Optionen, Module, Abhängigkeiten, Constraints und bevorzugte Lösungen werden verständlich benannt, versioniert und testbar modelliert. Wiederverwendbare Lösungen behalten in Vertrieb, Engineering und Ausführung dieselbe Bedeutung.

Auslegung und Ergebnisobjekte

Mehrpositions- und Systemkonfiguration, Dimensionierung, Kennlinien und technische Berechnung werden dort eingebunden, wo sie Auswahl und Validierung absichern. Konfigurations-ID, Spezifikation, Parameter, Dokumente und Strukturinformationen entstehen reproduzierbar.

Prozessgrenzen und Engineering

CTO, CTO+ und ETO benötigen klare Übergabepunkte. Regelbasierte Konfiguration, Parametrierung und begrenzte Engineering-Anteile können zusammenwirken, ohne Sonderlösungen unkontrolliert in neue Dauerkomplexität zu überführen.

Prozessgrenzen: MTS, PTO, ATO, MTO, CTO, CTO+ und ETO sind keine lineare Reifegradfolge. Pro Produktfamilie ist zu klären, welcher Anteil regelbasiert entsteht, wann Engineering einsetzt und welche Ergebnisobjekte benötigt werden.

Anwendungskontext

Markt, Produkt und Prozess bestimmen den richtigen Ausgangspunkt.

Eine markt- und vertriebsnahe Angebotssteuerung stellt andere Anforderungen als ein technisch tiefer Produktkonfigurator, eine ERP-nahe Auftragskonfiguration oder Engineering Automation. Die Systemklasse ist deshalb zunächst eine fachliche Einordnung des Anwendungsfalls – keine Rangfolge von Technologien und keine Produktbewertung.

Systemklassen × Anwendungs- und Funktionsschwerpunkte

Welche Systemklasse passt zu welchem Produkt- und Anwendungskontext?

Systemklassen folgen unterschiedlichen Markt-, Produkt- und Prozesssituationen. Die Matrix zeigt ihren fachlichen Ausgangspunkt, ihre typischen Anwendungsfelder und die Funktionsrollen, in denen sie führt, ergänzt oder integriert.

So lesen Verglichen werden typische Anwendungs- und Funktionsschwerpunkte einer Systemklasse – nicht der maximale Umfang einzelner Softwareprodukte.
Systemklasse
Kernrolle der Klasse Typische Ergänzungsrolle Anschluss- / Integrationsrolle

Die Einordnung beschreibt typische Schwerpunkte und keine Produktbewertung. Konkrete Rollen hängen von Produktausprägung, Modulen und Zielarchitektur ab. Vollständige Klassenprofile mit Ausgangspunkt, Abgrenzung und Prüffragen stehen auf CPQ-SELECT.

Price

Preislogik, Marge und Governance gehören in denselben Entscheidungsprozess.

Pricing ist kein nachgelagerter Rechenschritt. Bei komplexen Produkten entsteht der Preis aus Konfiguration, Kostenbasis, Markt, Kundennutzen, Vertrag, Serviceumfang und Deal-Situation. Deshalb wird zuerst die Preisarchitektur geklärt und erst danach ihre technische Verteilung auf ERP, CPQ und CRM.

Preisarchitektur

Price Waterfall und Governance für variantenreiche Produkte

Preisfindung von der Kostenbasis bis zum Nettopreis. Entscheidend ist nicht die Höhe der Stufen, sondern wer sie verantwortet, welches System sie führt — und wo auf dem Weg regelmäßig Marge verloren geht.

1 · Preismechaniken

2 · Price Waterfall

Schematische Darstellung der Stufenlogik. Die Höhen sind Proportionen zur Veranschaulichung und stellen keine Kennzahlen dar.

3 · Systemlandschaft und Rollen

Daten und Kostenbasis · ERPKonfiguration und Preisfindung · CPQAngebot und Deal · CRMAuftrag und Übergabe · ERP

Zielbild: eine transparente, regelbasierte und wertorientierte Preisfindung — bei der jede Stufe einen benannten Eigner hat und der realisierte Nettopreis in die Preisarchitektur zurückfließt.

Leitlinie: Konfiguration und Pricing dürfen dieselbe Produktlogik nicht unabhängig voneinander nachbauen. Kosteninformation, Preisbestandteile, Margensicht, Overrides und Freigaben benötigen eindeutige Datenhoheiten.

Quote und Übergabe

Aus der gewählten Lösung wird ein belastbares und ausführbares Ergebnis.

Quote ist mehr als Dokumentgenerierung. Der Kunde muss Lösung, Leistungsumfang, Alternativen und kaufmännische Auswirkungen verstehen. Intern müssen Konfiguration, Preisstand, Visualisierung, Dokumente und Freigaben gemeinsam versioniert und reproduzierbar bleiben.

Angebot und Alternativen

Haupt- und Nebenpositionen, Optionen, Pakete, Lieferumfänge, Ausschlüsse und Variantenvergleiche werden zu einer konsistenten Angebotsstruktur zusammengeführt.

Dokumente und Visualisierung

Technische Daten, Texte, Zeichnungen, Layouts sowie 2D-/3D-Darstellungen werden aus dem freigegebenen Stand abgeleitet – nicht als Show-Effekt, sondern als eindeutiger Bestandteil des Angebots.

Auftrag und Ergebnisobjekte

Konfigurations-ID, Positionen, Merkmale, Preisbestandteile und Freigabestatus bilden die kontrollierte Übergabe an Auftrag, Change Orders und die Ableitung der auftragsspezifischen 100%-Stückliste.

Architekturprinzip: CPQ muss nicht selbst die fertigungsgerechte Stückliste erzeugen. Es muss jedoch einen eindeutigen, reproduzierbaren Ergebnisstand liefern, aus dem CPQ, PLM, ERP oder ein gekoppelter Prozess die vorgesehenen Downstream-Objekte zuverlässig ableiten kann.

Wirkung über die Prozesskette

Früher belastbare Produktbeschreibung. Weniger Schleifen bis zum Produktionsbeginn.

Der wesentliche Hebel entsteht nicht allein durch eine schnellere Angebotserstellung. Produktwissen wird früher verfügbar, Entscheidungen werden reproduzierbar und Engineering konzentriert sich stärker auf echte neue Lösungsanteile statt auf wiederkehrende Auftragsklärung.

Anwendung: hochkomplexer Maschinen-, Anlagen- und Großanlagenbau

Zeit- und Qualitätsvorsprung durch Produktkonfiguration Sechs identisch nummerierte Prozesspunkte vergleichen klassisches Vorgehen und Produktkonfiguration. Alle Linien enden an den Kreisrändern. Die Fläche zwischen den Kurven zeigt das nutzbare Potenzial. Ein kräftiger horizontaler Pfeil markiert die Einsparung in der Durchlaufzeit; der sandfarbene Pfeil am dritten Prozesspunkt den Qualitäts- und Konkretisierungsvorsprung. Produktbeschreibung · Konkretisierungsgrad · Qualität 100 % Zeit
Mit Produktkonfiguration Klassisches Vorgehen Gleiche Zahl = gleicher Prozesspunkt

Qualitative Darstellung: Der konkrete Vorsprung und das Ausgangsniveau variieren je Produktbereich, Produktarchitektur und Umfang der vorab definierten Produktlogik.

Unser Beratungsprinzip

Fünf Perspektiven machen CPQ betriebsfähig.

Ein belastbarer CPQ-Prozess entsteht nur, wenn Lösungsraum, Ablauf, Datenobjekte, Systemrollen und Verantwortung gemeinsam gestaltet werden.

Beitrag zum gemeinsamen Zielbild

Produkt

Lösungsraum, Produktstruktur, Optionen, Services und benötigte Ergebnisobjekte bilden den fachlichen Ausgangspunkt.

Leitfrage: Welche Lösungen dürfen angeboten werden – und welche Ergebnisse müssen daraus entstehen?

Vorgehen und Ergebnisse

Vom gewachsenen Angebotsprozess zum belastbaren CPQ-Zielmodell.

Der Einstieg erfolgt über reale Produktfamilien und repräsentative End-to-End-Fälle. Kriterienlisten allein reichen nicht: Ein PoC belegt technische Machbarkeit, ein Pilot zeigt Betriebsfähigkeit, Pflegeaufwand und Governance.

01

Ausgangslage und Abgrenzung

Produktfamilien, Nutzer, Prozessklassen, Angebotslaufzeiten, Engineering-Anteile, Pricing-Probleme, Ergebnisobjekte und Geschäftsziele transparent machen.

02

Zielbild und Pilot

Produkt- und Regelmodell, Guided Selling, Preisarchitektur, Systemrollen und Übergabeobjekte an realistischen Use Cases sowie 10–20 repräsentativen Grenzfällen pro Produktfamilie entwickeln und validieren.

03

Betrieb und Skalierung

Rollen, Pflege, Tests, Releasekalender, Monitoring, Training und KPIs verankern sowie Produktfamilien, Regionen und Kanäle kontrolliert ausrollen.

Typische Ergebnisse

  • Freigegebener Lösungsraum für Guided Selling, Konfiguration und Engineering
  • Nachvollziehbare Preisarchitektur mit Margensicht und Freigaben
  • Reproduzierbare Angebote, Dokumente und Versionsstände
  • Definierte Ergebnisobjekte für Auftrag und Downstream-Prozesse

Messbare Steuerung

  • Angebotsdurchlaufzeit, Fehlerquote und Engineering-Anteil
  • Hit Rate, Rabattquote, Marge und Freigabeaufwand
  • Wiederverwendung und Aufwand für Produktmodelländerungen
  • Releasequalität, Regression, Monitoring und kontinuierliche Verbesserung

Häufige Fragen

Wichtige Entscheidungen vor einer CPQ-Initiative.

Wie grenzen wir MTS, PTO, ATO, MTO, CTO, CTO+ und ETO für CPQ ab?

Über klare Prozess- und Scope-Grenzen pro Produktfamilie. Entscheidend ist, welcher Anteil regelbasiert im freigegebenen Lösungsraum entsteht, wann Engineering einsetzt, welche Ergebnisobjekte benötigt werden und welche Systeme beteiligt sind.

Wo liegt die Konfigurationslogik zwischen CPQ, PLM und ERP?

Das hängt von Produktstruktur, Konfigurationstiefe und Prozessmuster ab. Guided Selling und vertriebliche High-Level-Logik können im CPQ liegen, während PLM oder ERP struktur- und stücklistennahe Logik führen. Wichtig sind gemeinsame Semantik, eindeutige Gültigkeiten und keine unkontrolliert doppelten Regeln.

Wie gelingt die Übergabe von Konfiguration und Angebot an Auftrag und Stückliste?

Durch definierte Ergebnisobjekte und eine reproduzierbare Konfigurations-ID. Positionen, Merkmale, Dokumente, Preisbestandteile und Freigabestatus werden so übergeben, dass Auftrag und 100%-Stückliste im vorgesehenen Zielsystem eindeutig abgeleitet werden können.

Wie prüfen wir, ob eine CPQ-Lösung fachlich und technisch passt?

Nicht allein mit Kriterienlisten. Entscheidend sind realistische Use Cases und Grenzfälle für Guided Selling, Konfiguration, Pricing, Dokumente, Änderungen, Integration und Stücklistenableitung. Ein PoC belegt Machbarkeit; ein Pilot zeigt, ob Modellierung, Betrieb und Governance tragfähig sind.

Wie bleiben Konfigurationen und Angebote über Änderungen reproduzierbar?

Produkte, Optionen, Regeln, Preise, Dokumente und Schnittstellen werden gemeinsam versioniert, getestet und freigegeben. Historische Stände müssen für Re-Konfiguration, Change Orders, Retrofit, Ersatzteil- und Serviceangebote nachvollziehbar bleiben.

Unabhängig. Erfahren. Umsetzungsnah.

CPQ-, Konfigurations- oder End-to-End-Thema fundiert einordnen.

In einem ersten Gespräch klären wir Ausgangssituation, Produkt- und Prozesskontext, Konfigurations- und Pricing-Logik, Ergebnisobjekte, Systemlandschaft und wesentliche Risiken. Anschließend bewerten wir, ob ein fokussierter Review, ein Zielbild, ein PoC oder ein Pilot der richtige Einstieg ist.